Vento

In vino veritas. In Vento securitas.

Vento ist ein flüssiges Fungizid zur Bekämpfung des Echten Mehltaus (Oidium) an Reben.

Anwendungsempfehlung

Anwendungsempfehlung
Vento eignet sich zur Oidium-Bekämpfung in jedem Stadium der Weinreben. Die erste Anwendung von Vento sollte bereits in der letzten Vorblüte-Behandlung erfolgen. Aufgrund seiner speziellen Wirkungsweise gewährleistet Vento dann einen optimalen Schutz in dem besonders kritischen Stadium der Blüte, wenn die "Käppchen" abgeworfen werden. Weitere Anwendungen sind im Abstand von 10 - 14 Tagen durchzuführen. Bei erhöhtem Befallsdruck bzw. entsprechendem Neuzuwachs sind die Abstände der Anschlußbehandlungen der Situation anzupassen.

Auch gegen andere Wirkstoffe resistente Pilzstämme werden sicher erfaßt. Im Rahmen eines aktiven Resistenzmanagements wird ein Wechsel mit Produkten anderer Wirkstoffklassen, wie z.B. Discus, empfohlen. Vento dringt sehr schnell (innerhalb einer Stunde) in die Blätter ein und kann nach Antrocknen des Spritzbelags nicht mehr abgewaschen werden. So ist bei nachfolgenden Regenfällen eine Wiederholung der Behandlung vor dem nächsten regulären, infektionsbedingten Behandlungstermin nicht erforderlich.

Mischbarkeit
Vento zeichnet sich durch sehr gute Mischungseigenschaften mit anderen Produkten aus. Es ist mit den im Weinbau gängigen Insektiziden, Akariziden und Fungiziden mischbar. Bei als problematisch geltenden Mischungspartnern empfiehlt es sich, Vento zuerst der Spritzbrühe zuzugeben und dann die zunächst in Wasser vorgelösten Produkte der Vento-Wasser -Mischung zuzugeben.

Bitte gegebenenfalls die Empfehlungen der Mischungspartner beachten!

Vento ist nach bisherigen Erfahrungen in allen Rebsorten voll verträglich.

Wartezeit: 21 Tage

Wirkstoff, Wirkungsweise

Wirkstoff
200 g/l Quinoxyfen und 60 g/l Fenarimol

Wirkungsweise
Quinoxyfen ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Chinoline, der sich durch eine sehr spezifische, protektive und lang anhaltende Wirkung gegen Echte Mehltaupilze auszeichnet. Der Wirkstoff wird hauptsächlich durch Diffusionsvorgänge auf der Pflanze verteilt und nur in geringen Mengen im Saftstrom der Pflanze transportiert.

Fenarimol ist ein systemischer Wirkstoff, der präventive und kurative Eigenschaften besitzt und damit in idealer Weise das Wirkungsverhalten von Quinoxyfen ergänzt.

Nach der Applikation wird Vento an die Wachsschicht von Blättern und Trauben angelagert und ist nach Antrocknen des Spritzbelags in seiner Wirkung weitgehend unabhängig von Temperatur und Witterung. Blätter und Beeren werden dauerhaft vor neuen Infektionen geschützt, beginnender Neubefall wird gestoppt.

Wirkungsspektrum, Aufwandmenge

Aufwandmenge
Vento wird zur Oidium-Bekämpfung in einer Anwendungskonzentration von 0,025 % eingesetzt.

Dabei gelten zu den einzelnen Entwicklungsstadien folgende Aufwandmengen:

Basisaufwand zum Austrieb: 0,1 l/ha (bei 400 l/ha Wasseraufwandmenge)

bis Stadium "letzte Vorblüte" BBCH 61:0,2 l/ha (bei 800 l/ha Wasseraufwandmenge)

bis Stadium "Fruchtansatz" BBCH 71: 0,3 l/ha (bei 1200 l/ha Wasseraufwandmenge)

ab Stadium "Erbsengröße" BBCH 75: 0,4 l/ha (bei 1600 l/ha Wasseraufwandmenge)

In Steillagen jeweils bis zu 25 % höherer Mittelaufwand.

Verkaufsgebinde

250 ml-Flasche
1-l-Flasche

Sicherheitsdatenblatt:
pdf icon Vento Sicherheitsdatenblatt 2004 (95KB PDF)
Weiterführende Literatur:
pdf icon Vento - Broschüre 2006 (411KB PDF)
pdf icon Spritzplan 2006 (999KB PDF)

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