Systhane 20 EW (Obstbau)

 

Systhane 20 EW ist ein flüssiges Fungizid zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten im Obst-, Hopfen - und Weinbau sowie an Zierpflanzen.

Systhane 20 EW auf einen Blick

  • Breites Wirkungsspektrum
  • Zuverlässige Wirkung auf viele Arten des Echten Mehltaus
  • In vielen Kulturen zugelassen
  • Sehr hohe Regenfestigkeit
  • Hervorragende Tankmischungsverträglichkeit

Wirkstoff, Wirkungsweise

Wirkstoff
200 g/l Myclobutanil

Wirkungsweise
Systhane 20 EW ist ein organisches, teilsystemisch wirkendes Fungizid aus der Wirkstoffgruppe der Triazole mit vorbeugender (protektiver) und heilender (kurativer) Wirkung gegen Schorf an Kernobst, Echten Mehltau an Apfel, Monilinia-Spitzendürre an Sauer- und Süßkirsche und Echten Mehltau an Erdbeeren im Freiland sowie gegen Echten Mehltau an Hopfen und Weinreben und Weißen Chrysanthemenrost.

Systhane 20 EW kann im Spritz- und Sprühverfahren ausgebracht werden und schützt die Pflanze nach Aufnahme in das Blatt (ca. 1 Stunde) gegen vorhandene und beginnende Neuinfektionen. Systhane 20 EW besitzt eine hohe Wirkungssicherheit durch seine hervorragende kurative und gute protektive Wirkungsweise.

Wirkungsspektrum, Aufwandmenge

Obstbau

Aufwandmenge
Anwendung
Anwendungshinweise

Schorf/Kernobst: 0,125 l/ha und je 1 m Kronenhöhe

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis bzw. nach Schorfwarngerät. Erste Behandlung ab Austrieb. Vorblütebehandlungen alle 7 - 10 Tage, Nachblütebehandlungen alle 10 - 14 Tage.
Es hat sich bewährt, grundsätzlich die 1/2 Aufwandmenge eines Kontaktfungizids (z. B. Dithane NeoTec) dem Systhane 20 EW zuzusetzen.

Bei Schorf wurden Wirkungsminderungen gegenüber der Wirkstoffgruppe der Ergosterolbiosynthesehemmer regional nachgewiesen.
Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, Systhane 20 EW im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
Maximal 12 Anwendungen

Echter Mehltau/Apfel: 0,125 l/ha und je 1 m Kronenhöhe

Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome. Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
Maximal 12 Anwendungen

Verträglichkeit

Kernobst, Apfel

Systhane 20 EW war in allen geprüften Sorten verträglich und verhielt sich sehr berostungsneutral. Bei Apfelsorten aus der 'Golden Delicious'-Gruppe ist Berostung in Ausnahmefällen möglich. Hier sollte Systhane 20 EW zwischen der Blüte und dem Stadium Walnussgröße der Früchte nicht angewendet werden.

Aufwandmenge
Anwendung
Anwendungshinweise

Monilinia Spitzendürre/Kirschen: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe

Ab Blühbeginn, Mitte der Blüte und Ende der Blüte. Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
Maximal 3 Anwendungen

Blattbräune/Sauer- und Süßkirsche: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe

Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 3 Anwendungen

Kirschenschorf/Sauer- und Süßkirsche: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe

Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 3 Anwendungen

Schrotschusskrankheit/Sauer- und Süßkirsche: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe

Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 3 Anwendungen

Sprühfleckenkrankheit/Sauer- und Süßkirsche: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe

Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 3 Anwendungen

Pflaumenrost: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe

Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 2 Behandlungen in dieser Anwendung, maximal 5 Behandlungen für die Kultur bzw. je Jahr. Zeitlicher Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen: 10 bis 14 Tage.

Monilinia laxa und Monilinia fructigena/Pflaume: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe

Ab Blühbeginn, Mitte der Blüte und Ende der Blüte.
Maximal 3 Behandlungen in dieser Anwendung, maximal 5 Behandlungen für die Kultur bzw. je Jahr. Zeitlicher Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen: 10 bis 14 Tage.

Schrotschusskrankheit/Pflaume: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe

Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 2 Behandlungen in dieser Anwendung, maximal 5 Behandlungen für die Kultur bzw. je Jahr. Zeitlicher Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen: 10 bis 14 Tage

Fleischfleckenkrankheit (Polystigma rubrum)/Pflaume: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe

Ab Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 2 Behandlungen in dieser Anwendung, maximal 5 Behandlungen für die Kultur bzw. je Jahr. Zeitlicher Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen: 10 bis 14 Tage

Kennzeichnungsauflage
Für die genehmigten Anwendungsgebiete Pflaumenrost, Monilinia laxa, Monilinia fructigena, Schrotschusskrankheit und Fleischfleckenkrankheit an Pflaume gilt folgende Kennzeichnungsauflage:
Anwendung nur, wenn eine Genehmigung nach § 37 des Gesetzes über den Verkehr mit Lebensmitteln, Tabakerzeugnissen, kosmetischen Mitteln und sonstigen Bedarfsgegenständen, in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. September 1997 (BGBI. I S. 2296) zuletzt geändert durch das Gesetz vom 20. Juli 2000 (BGBI. I S. 1045), vorliegt und nur durch die Person(en), die in dieser Genehmigung namentlich genannt ist/sind.

Hinweis
Für alle genehmigten Anwendungsgebiete gilt folgender Hinweis:

In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und spezifischen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden. Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter den betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden.

Aufwandmenge

Echter Mehltau/Erdbeeren: 0.5 l/ha

Anwendung
Anwendungshinweise
Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 6 Anwendungen

Verträglichkeit
Kirschen, Erdbeeren

In den geprüften Sorten wurden keine Unverträglichkeiten beobachtet.
Die Wassermenge richtet sich bei Kernobst und Kirschen nach Höhe und Blattmasse der zu behandelnden Kultur und sollte 500 l/ha je Meter Kronenhöhe betragen. Normalaufwand: 1500 l/ha.
Bei Erdbeeren sollte der Wasseraufwand bei 2000 l/ha liegen.

Wartezeit

Kernobst Wartezeit Kernobst 14 Tage
Pflaume 7 Tage
Sauer-/Süßkirsche 21 Tage (für die genehmigten Anwendungen)
Erdbeeren 14 Tage

Kirschen: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt, bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F). Diese Wartezeit gilt für die festgesetzte Anwendung.

Verkaufsgebinde

0,5 l PET-Flasche
3 l l PET-Flasche

Sicherheitsdatenblatt:
pdf icon Systhane 20 EW - Sicherheitsdatenblatt 2004 (99KB PDF)
Weiterführende Literatur:
pdf icon Systhane 20 EW - Florpost 2005 (98KB PDF)

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