Mimic
Mimic ist ein flüssiges Spritzmittel zur Bekämpfung von Fruchtschalen- und Apfelwickler an Kernobst, Traubenwickler an Weinreben, Springwurm und Rhombenspanner an Weinreben sowie Schmetterlingsraupen an Erdbeerpflanzgut.
Vorteile von Mimic auf einen Blick
- Beitrag zum Resistenzmanagement durch einzigartigen Wirkungsmechanismen (Moulting Accelerating Compound)
- Neues Konzept für die Bekämpfung von Apfelwickler, Fruchtschalenwickler im Obstbau und Traubenwickler im Weinbau
- Verschiedene Genehmigungen nach § 18a PflSchG
- Umweltfreundliche Formulierung
- Einfach in der Anwendung
Übersicht der Anwendungsgebiete
Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete:
| Schadorganismus/Zweckbestimmung |
Pflanzen/-erzeugnisse/Objekte |
| Apfelwickler |
Kernobst |
| Schalenwickler |
Kernobst |
| Bekreuzter und Einbindiger Traubenwickler (Heuwurm) |
Weinrebe (Keltertrauben) |
| Bekreuzter und Einbindiger Traubenwickler (Sauerwurm) |
Weinrebe (Keltertrauben) |
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Von der Zulassungsbehörde zusätzlich genehmigte Anwendungsgebiete:
| Schadorganismus/Zweckbestimmung |
Pflanzen/-erzeugnisse/Objekte |
| Rhombenspanner |
Weinrebe (Keltertraube) |
| Springwurm |
Weinrebe (Kelter- und Tafeltrauben) |
| Bekreuzter und Einbindiger Traubenwickler (Heuwurm) |
Weinrebe (Tafeltrauben) |
| Bekreuzter und Einbindiger Traubenwickler (Sauerwurm) |
Weinrebe (Tafeltrauben) |
| Freifressende Schmetterlingsraupen |
Erdbeeren/Pflanzguterzeugung |
| Freifressende Schmetterlingsraupen |
Pflaume |
| Freifressende Schmetterlingsraupen |
Süßkirsche |
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Wirkstoff, Wirkungsweise
Wirkstoff
240 g/l Tebufenozid, Suspensionskonzentrat (SC)
Wirkungsweise
Mimic wirkt bevorzugt als Fraßmittel. Es ist ein Insektizid aus der Gruppe der Insektenwachstumsregulatoren (IWR) mit einem gegenüber herkömmlichen IWR's anderen Wirkungsmechanismus. Mimic wirkt als Häutungsbeschleuniger. Nach unmittelbarem Fraßstopp wird der Häutungsprozess eingeleitet und die Larven verenden. Dieser Effekt wird in jedem Larvenstadium beobachtet, wobei naturgemäß die beste Wirkung gegen frühe Larvenstadien erzielt wird. Aufgrund dieser spezifischen Wirkungsweise ist der bevorzugte Anwendungszeitpunkt kurz vor dem Schlupf der Larven bzw. bei überwinternden Larvengenerationen möglichst früh gegen junge Larvenstadien.
Aufwandmenge, Anwendungshinweise
Gegen Fruchtschalenwickler an Kernobst:
0,25 l/ha und je 1 m Kronenhöhe (entspricht 0,5 - 0,75 l/ha in praxisüblichen Beständen) bei Befall unter Beachtung der Schadschwelle, ab Schlüpfen der ersten Larven. Maximal 2 Anwendungen im Abstand von 14 Tagen.
Gegen Apfelwickler an Kernobst:
0,25 l/ha und je 1 m Kronenhöhe (entspricht 0,5 - 0,75 l/ha in praxisüblichen Beständen) bei Befall unter Beachtung der Schadschwelle, ab Schlüpfen der ersten Larven. Maximal 3 Anwendungen im Abstand von 14 Tagen.
Gegen Traubenwickler (Heu- und Sauerwurm) an Weinreben (Keltertrauben):
Von 0,2 l/ha (Basisaufwand) bis 0,6 l/ha in BBCH 71 mit den üblichen stadienbedingten Wasseraufwandmengen. Maximal 2 Anwendungen je Generation im Abstand von 14 Tagen.
Gegen Traubenwickler (Heuwurm)an Weinreben (Tafeltrauben):
0,2 l/ha in 600 - 800 l Wasser/ha als Basisaufwand. Im Stadium ES 61: 0,4 l/ha, im Stadium ES 71: 0,6 l/ha. In Steillagen jeweils bis zu 25 % höherer Mittelaufwand. Ab 3 Laubblätter entfaltet bis Beginn der Blüte: 10 % der Blütenkäppchen abgeworfen. Ab Schlüpfen der ersten Larven bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen. Maximal 4 Behandlungen für die Kultur je Jahr in Abständen von 10 bis 14 Tagen.
Gegen Traubenwickler (Sauerwurm) an Weinreben (Tafeltrauben):
0,6 l/ha im Stadium ES 71 oder 0,8 l/ha im Stadium ES 75. In Steillagen jeweils bis zu 25 % höherer Mittelaufwand. Ab Schlüpfen der ersten Larven bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden dr ersten Symptome (Schadorganismen). Maximal 4 Behandlungen für die Kultur je Jahr in Abständen von 10 bis 14 Tagen.
Gegen Springwurm an Weinreben (Kelter- und Tafeltrauben):
Basisaufwand 0,2 l/ha, im Stadium ES 61 0,4 l/ha, spritzen oder sprühen. In Steillagen jeweils bis zu 25 % höherer Mittelaufwand. Im Wole-Stadium bis sich vergrößernde "Gescheine" (Infloreszenzen) bei Befallsbeginn (Larvenstadium) bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Schadorganismen. Maximal 2 Anwendungen im Abstand von 10 Tagen.
Gegen Rhombenspanner an Weinreben (Kelter- und Tafeltrauben):
0,2 l/ha spritzen. In Steillagen jeweils bis zu 25% höherer Mittelaufwand. Zu Beginn des Knospenschwellens bis 5 entfalteten Laubblättern bei Befallsbeginn (Larvenstadium) bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Schadorganismen. Maximal 1 Anwendung.
Gegen freifressende Schmetterlingsraupen an Erdbeeren in Beständen zur Pflanzguterzeugung:
1 l/ha ab Schlüpfen der ersten Larven, bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Junglarven. Maximal 2 Anwendungen je Vegetationsperiode in Abständen von 14 Tagen. Erntegut nicht verzehren.
Gegen freifressende Schmetterlingsraupen an Süßkirsche und Pflaume im Freiland:
0,25 L/ha und je Kronenhöhe ab Schlüpfen der ersten Larven bei Befall, unter Beachtung der Schadensschwelle. Stadium der Kultur: Ballonstadium: Mehrzahl der Blüten im Ballonstadium bis Ende der Blüte: alle Blütenblätter abgefallen. Maximal 2 Anwendungen je Jahr im Abstand von 12 bis 14 Tagen.
Für die genehmigte Anwendung Freifressende Schmetterlingsraupen an Süßkirsche gilt folgende Kennzeichnungsauflage:
Anwendung nur, wenn eine Genehmigung nach § 37 des Gesetzes über den Verkehr mit Lebensmitteln, Tabakerzeugnissen, kosmetischen Mitteln und sonstigen Bedarfsgegenständen, in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. September 1997 (BGBl. I S. 2296) zuletzt geändert durch Gesetz vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), vorliegt und nur durch die Person(en), die in dieser Genehmigung namentlich genannt ist/sind.
Beim Ausbringen von Mimic ist auf eine gute, gleichmäßige Benetzung zu achten. Die Wassermenge richtet sich nach eigenen Erfahrungen und ist der jeweiligen Pflanzdichte sowie der Entwicklung des Laubes anzupassen. Überdosierungen und Abdrift sind zu vermeiden.
Mischbarkeit
Mimic zeigt nach den bisherigen Prüfungen und Praxiserfahrungen in Zweiermischungen keine spezifischen Unverträglichkeiten.
Verträglichkeit
Für alle zugelassenen Anwendungsgebiete gilt:
Die Kulturverträglichkeit von Mimic ist sehr gut.
Für alle genehmigten Anwendungsgebiete gilt folgender Hinweis:
In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und spezifischen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden. Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter den betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden.
Wartezeit
- Kernobst: 14 Tage
- Weinreben (Keltertrauben und Tafeltrauben): 28 Tage
- Erdbeeren, Süßkirsche, Pflaume: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt, bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Verkaufsgebinde
1-l-PET-Flasche
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